Curriculum

Was macht das Spezifische des Lehrgangs aus?


Über die berufliche Perspektive hinaus, die mit einer solchen Ausbildung verbunden ist, ist es das Ziel, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre psychische Struktur zu sensibilisieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben sich die Möglichkeit, über die früh verinnerlichten seelischen Verwicklungen den Grunderfahrungen der Angst, des Geschlechts, des Todes, des Begehrens, der Liebe, der Eifersucht und des Hasses ins Gesicht zu sehen und sie bildnerisch und poetisch zu gestalten.

Die sich angesichts der Gestaltungen aufdrängenden Vorstellungen werden in Worte gefasst, um von der Fixierung auf die Bilder loszukommen. Bilder sind die „Übergangsobjekte“ der Ausbildung. Mit ihnen ergibt sich ein Sprechen, das ohne sie nicht so zur Sprache gekommen wäre.

Kunsttherapie ist, wie Kunst, nicht lehrbar. Beide folgen methodisch Regelmäßigkeiten der Übertragung. Übertragung findet da statt, wo ein Mensch von einem anderen Menschen glaubt, dieser könne ihn retten.

Daraus ergibt sich ein Denken innerhalb von Lehr- und Lernsituationen in Gruppen, das an Universitäten und Fachhochschulen keinen Raum findet. Die Kölner Schule versteht sich als Alternative dazu.

Die Erfahrungen, die der Mensch macht, sind jeweils einmalig. Sich in den  Verschiedenartigkeiten mit den anderen persönlich verbunden zu fühlen – darauf kommt es an.

Als Kunsttherapeuten ist uns daran gelegen, mit Ärzten und Psychologen zusammen zu arbeiten. Es ist unser Anliegen, die klinischen Diagnosen um die Sprachen des Künstlerischen zu erweitern.

 

Qualifikation

Nach Abschluß der Weiterbildung kann auf der Grundlage von kunstpädagogischen, künstlerischen, sozialpädagogischen Grundberufen eine kunsttherapeutische Tätigkeit in sozialen und psychiatrischen, medizinischen und rehabilitativen Institutionen ausgeübt werden.